Dokumentation

aspekte | Pop & Profit – Ist die Vielfalt der Musik in Gefahr?

3sat

Vergangene Woche lief einen spannende Dokumentation zum Thema Vielfalt in der Musikindustrie im ZDF and bei 3sat. Im Mittelpunkt stehen dabei die Bezahlsysteme von Streamingdiensten und wie diese den finanziellen Spielraum und sogar den Output von Künstlern und Künstlerinnen in der Musikindustrie beeinflusst. Wie werden Songs „Tik-Tok-gerecht“ produziert? Warum sind Livekonzerte in letzter Zeit so teuer geworden? Zu Wort kommen Protagonisten der Szene, die einen interessanten Einblick in das aktuelle Geschehen geben.

Aspekte ist eine Kultursendung, die aktuelle Gesellschaftsdebatten in der Welt der Literatur, Kunst und Musik beleuchtet. Die Sendung ist in der Mediathek vom ZDF und 3sat verfügbar, sowie gleich hier im Beitrag:

ARTE Doku | „Wie das Streaming die Musik auffraß“

Dass sich hinter arte mehr als nur ein angesagtes Fashion-Label befindet, stellen die Redakteure des deutsch-französischen Rundfunkveranstalters häufiger unter Beweis. So auch mit dem nachfolgenden Thema:

„Die gesamte Musik der Welt in der Hosentasche zu haben, ist heute normal, aber es waren mehrere Revolutionen nötig, um dies zu erreichen. Der Musikliebhaber Sophian Fanen erzählt, wie wir von den CD-Jahren zum Streaming, von der Knappheit zum unendlichen Zugang gekommen sind. Über mp3, wilde Downloads, den iPod, dann Deezer und Spotify zeichnet er die Geschichte unseres Musikhörens im 21. Jahrhundert nach.“

Der Zugang zu Musik hat sich durch das Streaming nachhaltig geändert. Anstelle bewussten Konsumierens ist nun Musik als Begleiter im Hintergrund die Regel, was die Musikindustrie ebenfalls verändert hat. Musiker verdienen weniger Geld mit ihren Aufnahmen und müssen mehr Touren, mehr auf Merch setzen, um Geld zu verdienen.

Die Arte-Dokumentation – präsentiert vom erfahrenen Musikjournalisten Sophian Fanen – beleuchtet die Evolution des Musikkonsums im 21. Jahrhundert. Fanen, ein Gründungsmitglied von Les Jours und ehemaliger Mitarbeiter bei Libération, skizziert den Übergang von den CD-Jahren zum Streaming und die tiefgreifenden Auswirkungen auf die Musikindustrie.

Die CD-Ära der 80er und 90er Jahre bot mit besserer Klangqualität Vorteile, war jedoch teuer und platzintensiv. Die digitale Revolution brachte die Möglichkeit des Musikdownloads, aber auch den Kampf gegen Piraterie. Apples Einführung des iPods im Jahr 2001 revolutionierte das Musikhören unterwegs, markierte jedoch den Beginn des Niedergangs der CD-Verkäufe zugunsten digitaler Musik.

Der endgültige Wandel erfolgte mit Streaming-Diensten wie Deezer und Spotify, die das Musikhören durch monatliche Abonnements erleichterten. Allerdings führte dies zu geringeren Einnahmen für Künstler, da Streaming weniger lukrativ ist als der CD-Verkauf. Musiker sind zunehmend auf Tourneen angewiesen, um Einkommen zu generieren. Die Doku betont auch den Verlust des physischen Besitzes von Musik für Konsumenten und hebt die haptische Erfahrung von CDs und Vinyl hervor, die ein tieferes Eintauchen in die Musik ermöglicht.

Verwandter Artikel: Dreiteilige Doku-Reihe über die Berliner Clubgeschichte

Dreiteilige Doku-Reihe über die Berliner Clubgeschichte

Mit Clubs wie dem Berghain oder Tresor, hat sich die Berliner Clubkultur weltweit einen Namen gemacht und lockt damit jährlich Millionen von Menschen an.

Ab Morgen, dem 7. September, gibt es zu deren Geschichte eine neue 3-teilige Dokureihe „EXZESS Berlin – Hauptstadt der Clubs” in der Mediathek des rbb zu sehen. Das ganze ist eine öffentlich-rechtliche Produktion der Sendeanstalt ARD und umfasst die Erzählung über 5 Jahrzehnte der Berliner Clubgeschichte mit Interviews prägender Persönlichkeiten wie zum Beispiel Britt Kanja, Mitbegründerin von 90 Grad und Westbam.

Einen ersten Vorgeschmack bekommt Ihr oben im Trailer.

We Wear The Crown

„We Wear The Crown“ ist eine dokumentarische Webserie über Songs und Ereignisse, die wichtig für die Entwicklung von Rap in Deutschland waren oder es noch sind. Manche davon zählen heute zu den großen Hits, einige andere hätten es werden sollen, haben aber trotzdem tiefe Spuren in diesem Genre hinterlassen.

DJ RON: „In den letzten Monaten war ich mit Falk-Schacht und René Kæstner von Red Tower Films quer durch ganz Deutschland unterwegs und zusammen haben wir mit insgesamt über 80 Künstler*innen gesprochen und versucht für Arte die Geschichte von 40 Jahren Rap aus Deutschland zu erzählen. Das Ergebnis ist die „We Wear The Crown“ Dokuserie und die 1. Staffel findet ihr ab jetzt in der Arte Mediathek. War mir ne große Ehre einen Teil zu diesem großartigen Projekt beizutragen und ich hoffe sehr, dass ihr euch das anschaut.“

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Seht hier die ‚Beyond the Music Retreat‘-Dokumentation

Beyond the Music Retreat Feat

Beyond the Music Retreat

Im März haben sich DJcity und DJ/Producer Vice zusammengetan, um in Black Hawk, Colorado, das erste ‚Beyond the Music Retreat‚ stattfinden zu lassen.

Bei dem zweitägigen Event waren ein paar der größten Namen der Industrie anzutreffen. Bei den Panels sprachen unter anderem A-Trak, Chuckie, Z-Trip, Justin Credible und Miles Medina.

Der Retreat machte großen Eindruck auf die Besucher, darunter auch A-Trak, der seine Gedanken zu seinem Panel auch im Nachhinein noch einmal auf Twitter äußerte.

Seht unten die Mini-Dokumentation zum Event und checkt die Bilder der Teilnehmer auf beyondthemusicretreat.com.

Verwandter Artikel: A-Trak über die Probleme von Open Format-DJs und wie man mit diesen umgeht

Watch: Turntablism-Doku ‚Making Mad Noise‘

Community Skratch Feat

Das britische Kollektiv Boom City hat eine Turntablism-Dokumentation veröffentlicht: ‚Making Mad Noise – 10 Years of Community Skratch‚.

Beim Community Skratch Event versammeln sich Turntablists aus aller Welt für Showcases und zum Networken. Das erste Mal fand das Event 2006 in Galway, Irland, statt, bevor es sich nach Brighton, UK, ausweitete und zu DJ Manipulates Community Skratch BBQ wurde.

Mit dem wachsen der Community wurde die Veranstaltungsreihe von Tourneen in UK und Europa begleitet. Community Skratch hat außerdem begonnen, mit Battle Avenue zusammenzuarbeiten, womit das Turntablisten-Netzwerk noch größer geworden ist.

Seht euch hier die Dokumentation an.

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