Doku
Dokumentation | Über die Geschichte des splash!-Festivals
Quelle: MDR
- 2-teilige Dokumentation mit Stimmen wie Kool Savas, Badmómzjay und Trettmann.
- splash! 2024 vom 04. – 06. Juli mit Acts wie 21 Savage, Shirin David und Temry
Das Splash!-Festival – mit den Ursprüngen in den 1990ern im Chemnitzer Untergrund – hat sich mittlerweile zu einen der größten Hip-Hop-Events Europas entwickelt. Trotz Herausforderungen wie drohender Insolvenz, Kritik an Kommerzialisierung und Problemen mit Sexismus und Gewalt, hat das Festival legendäre Auftritte und Trends hervorgebracht.
Die Dokumentation „Größer als Hip-Hop – Die Geschichte des Splash!-Festivals“ beleuchtet die Entwicklung des Festivals und der deutschen Hip-Hop-Szene. Künstler wie Kool Savas, Badmómzjay, Casper und Samy Deluxe erzählen von der kulturellen Evolution und dem Einfluss von Moshpits, Playback-Performances und Techno auf Live-Hip-Hop.
Das Ganze ist in 2 Teile aufgeteilt:
Begonnen hat alles 1998 als eintägige Veranstaltung in einem alten Kraftwerk mit nur 1.300 Besuchern. Heute zieht das dreitägige Festival über 30.000 Besucher auf die Halbinsel Ferropolis zwischen Dessau und Bitterfeld. Das Line-up für 2024 steht bereits fest und umfasst 90 Acts, darunter 21 Savage, Shirin David, Temry, Sexyy Redd und Trippie Redd bei der Pre-Party.
Die Doku, die ab dem 12. Juni 2024 in der ARD Mediathek verfügbar ist, reflektiert die wichtigsten Momente und Krisen des Festivals und zeigt seltene Aufnahmen und Interviews mit bekannten Künstlern. Sie erinnert an prägende Augenblicke und die Modetrends der 2000er Jahre, immer im Kontext des Splash!-Festivals, dem Zentrum des deutschen Hip-Hop. Die Produktion übernahm Red Tower Films im Auftrag von MDR, ARD Kultur und Fritz vom rbb.
Vom 4. bis 6. Juli 2024 findet das traditionsreiche Festival wieder in Ferropolis statt und verspricht erneut ein großes Treffen der Hip-Hop-Community zu werden. Wer sich bis dahin schonmal etwas einstimmen will, der kann sich in der ARTE-Mediathek noch einige Auftritte aus den Vorjahren anschauen.
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ARTE Doku | „Wie das Streaming die Musik auffraß“
Dass sich hinter arte mehr als nur ein angesagtes Fashion-Label befindet, stellen die Redakteure des deutsch-französischen Rundfunkveranstalters häufiger unter Beweis. So auch mit dem nachfolgenden Thema:
„Die gesamte Musik der Welt in der Hosentasche zu haben, ist heute normal, aber es waren mehrere Revolutionen nötig, um dies zu erreichen. Der Musikliebhaber Sophian Fanen erzählt, wie wir von den CD-Jahren zum Streaming, von der Knappheit zum unendlichen Zugang gekommen sind. Über mp3, wilde Downloads, den iPod, dann Deezer und Spotify zeichnet er die Geschichte unseres Musikhörens im 21. Jahrhundert nach.“
Der Zugang zu Musik hat sich durch das Streaming nachhaltig geändert. Anstelle bewussten Konsumierens ist nun Musik als Begleiter im Hintergrund die Regel, was die Musikindustrie ebenfalls verändert hat. Musiker verdienen weniger Geld mit ihren Aufnahmen und müssen mehr Touren, mehr auf Merch setzen, um Geld zu verdienen.
Die Arte-Dokumentation – präsentiert vom erfahrenen Musikjournalisten Sophian Fanen – beleuchtet die Evolution des Musikkonsums im 21. Jahrhundert. Fanen, ein Gründungsmitglied von Les Jours und ehemaliger Mitarbeiter bei Libération, skizziert den Übergang von den CD-Jahren zum Streaming und die tiefgreifenden Auswirkungen auf die Musikindustrie.
Die CD-Ära der 80er und 90er Jahre bot mit besserer Klangqualität Vorteile, war jedoch teuer und platzintensiv. Die digitale Revolution brachte die Möglichkeit des Musikdownloads, aber auch den Kampf gegen Piraterie. Apples Einführung des iPods im Jahr 2001 revolutionierte das Musikhören unterwegs, markierte jedoch den Beginn des Niedergangs der CD-Verkäufe zugunsten digitaler Musik.
Der endgültige Wandel erfolgte mit Streaming-Diensten wie Deezer und Spotify, die das Musikhören durch monatliche Abonnements erleichterten. Allerdings führte dies zu geringeren Einnahmen für Künstler, da Streaming weniger lukrativ ist als der CD-Verkauf. Musiker sind zunehmend auf Tourneen angewiesen, um Einkommen zu generieren. Die Doku betont auch den Verlust des physischen Besitzes von Musik für Konsumenten und hebt die haptische Erfahrung von CDs und Vinyl hervor, die ein tieferes Eintauchen in die Musik ermöglicht.
Verwandter Artikel: Dreiteilige Doku-Reihe über die Berliner Clubgeschichte
Dreiteilige Doku-Reihe über die Berliner Clubgeschichte
Mit Clubs wie dem Berghain oder Tresor, hat sich die Berliner Clubkultur weltweit einen Namen gemacht und lockt damit jährlich Millionen von Menschen an.
Ab Morgen, dem 7. September, gibt es zu deren Geschichte eine neue 3-teilige Dokureihe „EXZESS Berlin – Hauptstadt der Clubs” in der Mediathek des rbb zu sehen. Das ganze ist eine öffentlich-rechtliche Produktion der Sendeanstalt ARD und umfasst die Erzählung über 5 Jahrzehnte der Berliner Clubgeschichte mit Interviews prägender Persönlichkeiten wie zum Beispiel Britt Kanja, Mitbegründerin von 90 Grad und Westbam.
Einen ersten Vorgeschmack bekommt Ihr oben im Trailer.
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